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Holyge Bimbel

    Holyge Bimbel

    (von Petra Kleinauski)

    "Hey, what bimst du am maken?

    "Wie bitte?

    "Digga was los?"

    "???"

    Man kann darüber streiten.      "k why ?"

    Ich suche ein Buch das ich mir ausgeliehen habe.

    Mein Sohn sitzt in der Küche und ich höre ihn zwei Räume weiter deutlich kichern.

    "Der daddelt bestimmt wieder auf seinem Handy rum."

    Humortechnisch gehen wir teilweise verschiedene Wege. Ich finde nicht alles lustig, worüber er sich köstlich amüsiert.

    Ja, so ist das eben.

    Wo ist dieses fremdsprachige Buch?

    Ich habe mir eine "Bimbel" ausgeliehen.

    Keine Komplette.

    Nur eine in Auszügen.

    Eine in INTERNETDEUTSCH‼️

    Zugegeben - für mich ist das eine Fremdsprache.

    Ich finde sie nicht. Also erst mal ein Käffchen und danach weiter suchen. Und dann erstarre ich in der Küchentüre:

    Da sitzt mein Sohn, am Küchentisch, er hält ein Buch in der Hand, liest und amüsiert sich köstlich.

    Er liest in der gesuchten Bibel und strahlt über das ganze Gesicht.

    Das habe ich in meinen ca. 32Jahren , in denen ich mich im CVJM bewege und mich mit Glaube und Bibel beschäftige, so noch selten erlebt.

    Die Sprache, die er alltäglich selbst, in digitaler Kommunikation anwendet, findet mit biblischen Inhalten einen Weg über Humor zu ihm.

    Und schon lesen wir gemeinsam in der Schöpfungsgeschichte, von Noah's Bauauftrag, von David und Goliath und vom Turmau zu Babel und der Vergabe der Sprachen.

     

    Es ist Samstag morgen und ich lese zusammen mit meinem fast volljährigen Sohn gemeinsam in der Bibel.

    Ich kann mich garnicht daran erinnern, wann wir das zuletzt gemeinsam gemacht haben.

     

    Bibeln gibt es in vielen Sprachen und Ausführungen, in Alltagsdeutsch und jetzt auch in INTERNETDEUTSCH.

     

    Man kann darüber streiten, ob das in dieser Ausführung sinnvoll ist oder nicht. Bei der Volxbibel wird die gleiche Frage schon lange diskutiert.

     

    Schon im Brief an die Hebräer heißt es: es ist nicht leicht euch das Wort zu sagen, denn ihr seit stumpf geworden und habt Mühe zuzuhören und mitzudenken.

    Ihr solltet inzwischen längst andere unterrichten können; stattdessen habt ihr wieder jemand nötig, der euch ganz von vorne das ABC der Botschaft Gottes erklärt.

     

    Seit Menschen das Wort der Bibel weitertragen, geschieht dies auf vielfältige und individuelle Weise, weil die Hörer eben nicht abstumpfen, sondern angesprochen werden sollen.

    Das ist unser Auftrag als Christen.

    Wir können Interesse wecken, Gottes Wort weitersagen,  einen Glaubensfunken entzünden und unseren Chef darum bitten, er möge ihn zu einem Glaubensfeuer machen. Eine Feuer das ein Herz erwärmt und Lebensspendend ist.

    Jesus sagt in der Zeit des Abschied Nehmens zu seinen Freunden: "wenn ich beim Vater bin, will ich euch den Helfer senden von dem ich gesprochen habe, den Geist der Wahrheit. Er wird vom Vater kommen und bezeugen wer ich bin.

     

    Entsprechend Apostelgeschichte 2,1-4 (Jesus ist fort, seine Freunde sind versammelt) passiert einige Wochen später etwas Erstaunliches.  "Über dem Kopf von jedem Jünger erscheint so etwas wie eine Flamme. Auf einmal sprechen alle verschiedene Sprachen. Und im ganzen Haus rauscht es wie bei einem Sturm. So bekommen Jesu Jünger den heiligen Geist."

     

    Dass Gott uns liebt, ist uns unumstösslich gewiss. Seine Liebe ist ja in unsere Herzen ausgegossen durch den Heiligen Geist, den er uns geschenkt hat. Diese Liebe zeigt sich darin, dass Christus sein Leben für uns hingegeben hat.

    (Der Apostel Paulus, im Brief an die Christen in Rom)

     

    Wir sind ausgerüstet. Wir haben seinen Auftrag. Wir haben sein Wort.

    Lasst uns davon sprechen: frei, fröhlich, in verschiedenen Sprachen.

    Individuell!