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Ich möchte frei sein und über den Himmel fliegen

    Ich möchte frei sein und über den Himmel fliegen

    (von Petra Kleinauski)

    Für Freiheitsliebende, Zielfinder, Volljährigwerder, Festhänger.....
    "Ich möchte frei sein und über den Himmel fliegen", rief der Drache mit dem bunten Zackenschwanz und dem frechen Grinsen im Gesicht. "Ich will hoch in die Lüfte reisen bis zu den Sternen und noch viel weiter."Unwillig zerrte er an der Leine, an der ihn die Kinder auf der Wiese fest hielten, doch er kam nicht los. Gemeinheit! So ein Ärger. Er hatte keine Lust, immer nach der Pfeife der Kinder zu tanzen.
"Ich will frei sein!", rief er wieder. "Hört ihr?"
"Dann mach dich endlich frei!", pfiff ihm der Wind um die Ohren. "Du wirst es dochschaffen, dich von diesem lächerlichen Schnürchen zu befreien?"
"Und du wirst es doch wohl schaffen, mich davon wegzupusten, du Prahler?", äffte der Drache den Wind nach.
"Hey! Nichts leichter als das!", heulte der Wind. "Nur ein kleiner Puster - und du bist frei."
Er blähte sich weit auf, nahm tief Luft und pustete mit aller Kraft auf den Drachen ein.
Huuiii!!! Der Drache schoss in die Luft, drehte sich und schlug ein paar Purzelbäume. Dann machte er einen Riesenhüpfer und noch einen und noch einen. Die Kinder auf dem Feld machten auch einen Riesensatz und noch einen und noch einen bis zum Waldrand hinüber. Dann riss die Leine. Der Drache war frei. Welch ein Spaß!
Fröhlich rief der Drache: "Freisein ist ja so schö-ö-ö-ön!!!"
Und - zack - landete er im Wipfel einer Tanne. Da hing er nun, und sein Grinsegesicht blickte recht dämlich drein.
Auch der Wind fühlte sich unwohl in seiner Haut. Mit einem kleinlauten "Auf bald!" machte er sich schleunigst davon.
Die Kinder aber waren traurig. "Schade", sagten sie. "Er war ein besonders schöner Drache!"
Da war der Drache auch traurig. Sehr alleine fühlte er sich.
"Freiheit", murmelte er, "habe ich mir irgendwie anders vorgestellt." Das erzählte er auch dem Mond, der ihm nachts manchmal Gesellschaft leistete.
    Da wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. (2. Korinther 3,17)
    Oder andersherum:
    Da wo der Geist des Herrn nicht ist, da ist keine Freiheit.
    Was heißt das denn? Keine Freiheit? Also gefangen!
    • Gefangen in sich selbst.
    • Gefangen in Problemen.
    • Gefangen in Schulden.
    • Gefangen mit den Zwängen der Gesellschaft
    • Gefangen innerhalb des Gruppenzwangs.
    • Gefangen mit Wünschen, Sehnsüchten und Illusionen.
    Jeder findet sicherlich noch weitere Beispiele, in welchen Dingen wir uns verfangen können. Wir jagen Dingen nach, die unser ganzes Denken, Tun und Sein beeinflussen. Ja manchmal so gefangen nehmen, dass wir an nichts anderes mehr denken können, über nichts anderes mehr mit unseren Freunden reden können.
    Wir vernachlässigen die Schule, die Freunde, unsere Aufgaben. Wir isolieren uns dadurch selber, sind Gefangene unseres eigenen Seins. Gerne würden wir ausbrechen wollen, aber es gelingt nicht.
    Jesus bietet uns eine solche Chance an. Er bietet Freiheit an und macht uns den Kopf frei. Er nimmt die Sorgen, zeigt uns andere Werte, die uns aus den Gruppenzwängen herausbrechen lassen, lässt unsere vormals wichtigen Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte unwichtig werden und zeigt uns neue Horizonte. Mit Ihm zu gehen macht vieles leichter.
    Probiere es und vertraue ihm voll und lerne diese andere Freiheit kennen.